350 – 450 Stunden
Ohne Vorkenntnisse, inklusive Kana. Bei 30 Minuten am Tag etwa zwei Jahre, bei 90 Minuten unter einem Jahr. Wer bereits chinesische Schriftzeichen kennt, hat bei den Kanji einen deutlichen Vorteil.
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Der Japanese-Language Proficiency Test ist der bekannteste international anerkannte Test für Japanisch. Fünf Stufen, zweimal im Jahr, reines Multiple Choice — und keine mündliche Prüfung.
Der JLPT hat fünf Stufen von N5 (Einstieg) bis N1 (höchste). N5 verlangt rund 100 Kanji und 800 Wörter, N1 über 2.000 Kanji und 10.000 Wörter. Geprüft werden Wortschatz, Grammatik, Lesen und Hören — ausschließlich per Multiple Choice, ohne Sprech- oder Schreibteil.
Die Stufen
Die Zahlen sind Richtwerte des Prüfungsveranstalters und der gängigen Vorbereitungsliteratur — der JLPT veröffentlicht seit 2010 keine offizielle Wortliste mehr. Was auf jeder Stufe verlangt wird, beschreibt der Veranstalter dagegen selbst: die offizielle Stufenübersicht.
| Stufe | Kanji | Wortschatz | Das kannst du danach |
|---|---|---|---|
| N5 | ~100 | ~800 | Einfache Sätze in Hiragana, Katakana und Grundkanji lesen; langsame Alltagsgespräche verstehen. |
| N4 | ~300 | ~1.500 | Alltagstexte lesen; Gespräche in normalem Tempo im Groben folgen. Manga mit Furigana werden zugänglich. |
| N3 | ~650 | ~3.700 | Die Brücke: Zeitungsüberschriften, alltägliche Nachrichten, Anime mit Untertiteln. |
| N2 | ~1.000 | ~6.000 | Zeitungen und Zeitschriften; wird bei vielen Jobs mit japanischsprachigem Arbeitsumfeld erwartet. |
| N1 | 2.000+ | 10.000+ | Abstrakte und fachliche Texte; Nachrichten und Vorträge in vollem Tempo. |
Der Unterschied zwischen N5 und N1 wird bei den Kanji besonders deutlich: rund 100 gegenüber mehr als 2.000. Die fünf Stufen sind also keine gleich großen Schritte.
Der Aufbau
Der JLPT prüft drei Bereiche: Sprachwissen (Zeichen, Wortschatz, Grammatik), Leseverstehen und Hörverstehen. Ab N3 werden Sprachwissen und Lesen in einem Block geprüft, bei N4 und N5 getrennt.
Alles ist Multiple Choice. Es gibt keinen Sprechteil, keinen Aufsatz und nichts, was von Hand geschrieben wird. Das heißt: Man kann den JLPT bestehen, ohne Japanisch sprechen oder von Hand schreiben zu müssen. Ein bestandener N2 sagt entsprechend wenig darüber aus, ob jemand ein Gespräch führen kann.
Es gibt Mindestpunktzahlen pro Bereich. Wer insgesamt genug Punkte hat, aber im Hörverstehen unter der Mindestpunktzahl für diesen Teil bleibt, fällt durch. Gerade beim Hörverstehen haben Selbstlernende oft Schwierigkeiten: Lesen und Grammatik lassen sich still üben, Hören nicht. Die Bestehensregel beim Prüfungsveranstalter.
Geprüft wird zweimal im Jahr, im Juli und im Dezember. In Deutschland wird nicht jede Stufe an jedem Termin und jedem Ort angeboten — die Anmeldung läuft Monate vorher und über die jeweilige Prüfungsstelle.
Zeitplan
Die verbreiteten Schätzungen gehen von Lernstunden aus, nicht von Monaten — wer täglich zwanzig Minuten investiert, braucht für dieselbe Stufe länger als jemand mit zwei Stunden.
Ohne Vorkenntnisse, inklusive Kana. Bei 30 Minuten am Tag etwa zwei Jahre, bei 90 Minuten unter einem Jahr. Wer bereits chinesische Schriftzeichen kennt, hat bei den Kanji einen deutlichen Vorteil.
Kumuliert ab null. N3 gilt als die härteste Schwelle: Der Wortschatz verdoppelt sich gegenüber N4, und die Texte hören auf, für Lernende geschrieben zu sein.
Kumuliert ab null, ohne Kanji-Vorwissen. Ab hier kommt der Fortschritt weniger aus dem Kurs als aus dem Lesen — Bücher, Nachrichten, Fachtexte.
Vorbereitung
1. Einstufen statt raten. Wer schon etwas kann, verliert Wochen damit, Bekanntes zu wiederholen. Ein adaptiver Einstufungstest zu Beginn markiert beherrschte Zeichen und Wörter als gelernt und setzt sie mit langem Intervall in die Wiederholung — der Fortschritt geht nicht verloren, kostet aber keine tägliche Zeit mehr.
2. Grammatik als Punkte, nicht als Kapitel. Der JLPT prüft einzelne Konstruktionen. Eine Erklärung, die auf einen Bildschirm passt, gefolgt von drei bis fünf Beispielsätzen und Lückentexten, bereitet darauf besser vor als ein Lehrbuchkapitel — und lässt sich in einer Wiederholungsschleife festigen, was ein Kapitel nicht kann.
3. Hören von Anfang an. Das ist der Prüfungsteil, der beim Selbstlernen am ehesten liegen bleibt — und der sich kurz vor der Prüfung am schlechtesten nachholen lässt. Audio auf jeder Karte kostet nichts extra und verhindert, dass Wörter nur als Schriftbild existieren.
4. Die Wiederholung über Monate durchhalten. Zwischen Anmeldung und Prüfung liegen oft sechs Monate. Eine Vokabel, die im Februar gelernt und nie wiederholt wurde, ist im Juli weg. Genau dagegen hilft zeitlich gestaffelte Wiederholung. Wie FSRS das plant.
5. Kanji nach Bauteilen. Zwischen N4 und N2 verdreifacht sich die Zeichenzahl. Wer sie einzeln auswendig lernt, kommt bis N4 durch und dann nicht weiter. Die Radikale-zuerst-Methode.
Häufige Fragen
Der Japanese-Language Proficiency Test ist eine international anerkannte Sprachprüfung für Japanisch, veranstaltet von der Japan Foundation und Japan Educational Exchanges and Services. Er hat fünf Stufen von N5 bis N1, wird zweimal im Jahr im Juli und Dezember abgenommen und prüft Sprachwissen, Leseverstehen und Hörverstehen — vollständig per Multiple Choice.
N5, wenn du bei null anfängst — die Stufe verlangt rund 100 Kanji und 800 Wörter. Wer schon Vorkenntnisse hat, sollte einstufen statt raten: Ein N4-Versuch ohne solide N5-Grundlage geht meist am Leseverstehen schief, weil dort das Tempo zählt und nicht das Einzelwissen.
Nein. Der JLPT prüft ausschließlich per Multiple Choice und enthält weder einen Sprechteil noch einen Schreibteil. Man muss kein Japanisch produzieren können, um zu bestehen — was zugleich heißt, dass ein bestandener JLPT wenig darüber aussagt, ob jemand ein Gespräch führen kann.
Ohne Vorkenntnisse werden 350 bis 450 Lernstunden inklusive Kana veranschlagt. Bei 30 Minuten täglich sind das etwa zwei Jahre, bei 90 Minuten weniger als eines. Wer bereits chinesische Schriftzeichen kennt, kommt bei den Kanji deutlich schneller voran.
Ja. Es gibt neben der Gesamtpunktzahl Mindestpunktzahlen für jeden Prüfungsbereich. Wer insgesamt besteht, aber im Hörverstehen unter der Mindestpunktzahl für diesen Teil bleibt, fällt durch. Gerade Selbstlernende scheitern oft am Hörverstehen, weil sich Lesen und Grammatik still üben lassen und Hören nicht.
Für die meisten Stellen mit japanischsprachigem Arbeitsumfeld wird N2 erwartet, für Positionen mit viel Kundenkontakt oder Verwaltung eher N1. N3 reicht in international geprägten Unternehmen oder in Bereichen, in denen Englisch die Arbeitssprache ist.
Der Lernpfad führt Kana, Kanji, Wortschatz und Grammatik in der Reihenfolge, die die Prüfung verlangt — ohne dass du sie selbst zusammenstellen musst.
Kostenlos startenDer komplette Lernpfad von Kana bis N1 ist kostenlos, dazu ein Manga und die Basis-Themen-Sets. Zusätzliche Themen-Sets und weitere Manga gibt es mit KOTOBA Plus für 2,99 € im Monat. Was genau enthalten ist